Donnerstag, 12. März 2015
Stress im Tauchshop
Die letzte Woche hat unseren (noch) kleinen Tauchshop ganz schön strapaziert. Für drei Tage hatten wir eine junge Gruppe von 15 Tauchern aus Kuala Lumpur und Singapur zu Gast. Es war zwar richtig anstrengend aber der Spaß dabei hat jede Anstrengung doppelt wieder ausgeglichen.
Wir fingen täglich um 7:30 Uhr an und waren bis ca. 21:00 Uhr am am schleppen und vorbereiten für den nächsten Tag. Wir machten drei bis vier Tauchgänge täglich wobei für jeden 15 Sauerstofftanks für die Kunden und nochmal 7 für uns benötigt wurden. Diese müssen Morgens vom Tauchshop in das kleine Boot, vom kleinen Boot ins Große und Abends wieder zurück zum auffüllen. Tagsüber die Tauchgänge, zwischendrin die Tanks austauschen und sich um die Gäste kümmern. Geschlafen hab ich zumindest gut.
Der erste Tag war zwar noch bisschen chaotisch aber an den beiden anderen Tagen waren wir bereits ein eingespieltes Team. Das Wetter hat auch mitgespielt und die Tauchgänge waren Pulau Weh typisch herausdordernd aber es hat alles gut geklappt. Bei einem Tauchgang hat uns die Strömung zwar ganz schön in die Mangel genommen aber auch das wurde gemeistert.
Nachdem die Gruppe abgereist war haben wir uns erst einmal einen Tag Pause zur Erholung gegönnt um unsere Blessuren zu versorgen. Hauptsächlich eingequetschte Finger und Zehen. Jetzt geht es wieder ein entspannter weiter und ich werde mich jetzt langsam an meine praktischen und theoretischen Prüfungen machen.
Mittwoch, 4. März 2015
Meetingpoint Underwater
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| Treffpunkt unter Wasser. |
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| Die letzten Tage hatten wir Sichtweiten zwischen 40 m - 50m. |
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| Neugierige Muränen gibt es hier an jeder Ecke. Wenn man ein bisschen Geduld mitbringt, kommen sie langsam aus ihren Löchern und berühren manchmal sogar die ausgestreckte Hand. |
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| Das erste mal als Guide unterwegs. |
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| Auch der Käpten darf sich ab und zu mal eine Abkühlung gönnen. |
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| Unsere italienische Designerin hat ein "Monster-Risiko" entworfen. Seit dem gibt es jeden Abend Krieg im Tauchshop. |
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| Der Boden ist neu gestrichen, der Motor läuft wieder Problemlos und Hauskatze "Gatito" genießt die Aufmerksamkeit von allen Seiten. |
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| Als der Bootsmotor repariet werden musste hatten wie mal einen Tag Pause. Ich habe die Gelegenheit für eine Junglewanderung genutzt. |
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| Es ist immer wieder schön immer wieder noch unberührte Natur zu finden. |
Sonntag, 22. Februar 2015
Die Zeit rennt
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| Die Szene fand ich zufällig auf dem Weg in die Hafenstadt. |
Puh, jetzt ist schon mehr als eine Woche seit dem letzten Post vergangen. Die Tage fliegen gerade nur so vorbei. Mein Dive-Master-Training ist bereits in vollem Gange, was bedeutet, dass ich von morgens bis abends im Shop eingespannt bin. Es hat sich schon ein richtiger Alltag eingependelt.
Der Tag beginnt bereits bei Sonnenaufgang. Einen Wecker brauche ich nicht, denn meine Fenster haben keine Gardienen, sodass ich wach werde sobald es hell wird. Mein Bett ist zwar lediglich eine Matratze am Boden, aber ich schlafe hier trotzdem so gut wie bis jetzt nur an wenigen Orten. Ich setze mich auf und blicke aus dem Fenster und das Erste, was ich sehe sind ein paar Wolken am blauen Himmel. Verschlagen krabble ich unter meinem Moskitonetz hervor und lege mich erst mal in die Hängematte auf der Veranda. Es dauert nicht lange bis die beiden Welpen winselnd neben mir am Boden sitzen. Ich hebe sie zu mir in die Hängematte und zusammen dösen wir noch ein paar Minuten bevor ich mich fertig machen muss.
Mein Weg an den Strand beschert mir täglich eine Aussicht auf "unsere" Bucht. Ruhig liegen die wenigen Boote der beiden Tauchschulen vor Anker und schaukeln sanft im Rhythmus der Wellen. Ein Sandstreifen, gerade breit genug für einen PKW, trennt die kleinen Läden und Bungalows vom türkis-blauen Wasser. Dahinter geht der Strand fast nahtlos in den Wald über. Die ganze Szene ist eingerahmt von den steilen, mit Urwald überzogenen Hügeln der Inseln. Was soll man sagen, Pulau Weh ist einfach der Hammer.
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| War dringend nötig. |
Die Tauchschule öffnet um 9 Uhr, das heißt eine halbe Stunde vorher beginnen wir bereits die benötigte Ausrüstung für den Tag herzurichten. Je nach Bedingungen und Kunden machen wir bis zu drei Tauchgänge am Tag. Zwei am Morgen/ Mittag und einem am Nachmittag. Das bedeutet, dass man oft erst gegen 15 Uhr zum frühstücken kommt. Zwischendrin muss ich immer noch versuchen Zeit zu finden um die Theorie für meinen Kurs zu lernen.
Es ist zwar stressig und am Abend brummt mir meistens der Schädel, aber trotzdem macht es unglaublich Spaß und ich lerne täglich dazu. Die letzte Zeit hat mir wirklich gezeigt, dass es genau das ist, was ich machen will. Es tut gut nach so vielen Opfern endlich eine Bestätigung für diesen doch gewagten Schritt zu bekommen.
Ich habe das Gefühl endlich angekommen zu sein.
Mittwoch, 11. Februar 2015
Step by Step
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| - ohne Worte - |
Nachdem es paar Tage gedauert hat bis meine Ausbildung in Schwung gekommen ist, hat sich nun alles geregelt. Die ersten beiden Hürden sind bereits genommen. In der letzten Woche hab ich erfolgreich meinen Emergency-First-Responder-Kurs (EFR) und den Rettungstaucher abgeschlossen. Es hat riesen Spaß gemacht und mir wirklich sehr viel hinsichtlich meiner Ausbildung gebracht. Die raue See und die schlechte Sicht unter Wasser, haben mir in den Rettungsszenarios zwar einiges abverlangt aber am Ende hat alles gut geklappt. In den Szenarios spielt man verschiedene Rettungseinsätze durch. Beispielsweise die Bergung eines bewusstlosen Tauchers unter Wasser bis zu dessen Wiederbelebung am Strand oder Boot. Dazu kommt dann noch der Unterricht und das Lernen der Theorie. Da blieb leider nur wenig Zeit um hier zu schreiben.
Mittlerweile bin ich nun seit einer guten Woche in meinem Bungalow am Hang und genieße ihn in vollen Zügen. Am Abend, nach einem anstrengenden Tauch-Tag, setze ich mich an den Rand des Balkons und verliere meine Gedanken im Anblick, der vom Mond angestrahlten Wolkentürme. Stetig ihre Form verändernd, ziehen sie vor mir am Sternenhimmel entlang. Wie ein gigantisches Kino, dessen Leinwand sich über den gesamten Horizont erstreckt. Ich lausche dem Zirpen der Grillen und dem Rauschen des Windes in den Baumkronen unter mir. Im Moment könnt ich mir keinen besseren Wohnort vorstellen.
Als ob das noch nicht genug ist, haben wir seit vorgestern auch noch zwei Welpen als Nachbarn. Wenn sie groß sind sollen sie einmal das Gelände bewachen. So hab ich im Moment immer Gesellschaft auf meinem Balkon. Ob ich will oder nicht. Meine Vermieterin hat sie verlassen auf der Straße gefunden und sie in ihre Obhut genommen. Nachdem sie die beiden von jeglichen Ungeziefer befreit und gesund gepflegt hat, hat sie meine Nachbarn und mich mit der Erziehung beauftragt.
Als ob das noch nicht genug ist, haben wir seit vorgestern auch noch zwei Welpen als Nachbarn. Wenn sie groß sind sollen sie einmal das Gelände bewachen. So hab ich im Moment immer Gesellschaft auf meinem Balkon. Ob ich will oder nicht. Meine Vermieterin hat sie verlassen auf der Straße gefunden und sie in ihre Obhut genommen. Nachdem sie die beiden von jeglichen Ungeziefer befreit und gesund gepflegt hat, hat sie meine Nachbarn und mich mit der Erziehung beauftragt.
In den nächsten Tagen werde ich dann mit meinen DiveMaster-Kurs beginnen, der sich wahrscheinlich bis kurz vor meinem Heimflug hinziehen wird. Ich werde trotzdem versuchen ca. einmal die Woche einen Post online zu stellen.
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www.monsterdivers.com/
Donnerstag, 29. Januar 2015
Zurück im Paradies
Am 21.01.15 hab ich endlich wieder einen Fuß auf Pulau Weh gesetzt. Es ist nach wie vor meine Lieblingsinsel. Die freundlichen Menschen, das gute Essen und atemberaubende Natur machen es einem leicht, sich schnell wieder ein zu leben. Die ersten Tage habe ich genutzt um ein bisschen zu Schnorcheln und mit dem Roller die Insel auf´s neue zu erkunden. Seit zwei Tagen bin ich nun im Tauchshop von ein paar Freunden untergebracht und kann hoffentlich bald mit meiner Ausbildung weiter machen. Die beiden Tauchlehrer selbst sind im Moment leider noch unterwegs und werden im Laufe der nächsten Woche zurück kommen. Bis dahin ist erstmal Fun-Diving angesagt und aufpassen das die Affen nicht unsere Früchte klauen.
Der Tauchshop an sich könnte schöner nicht liegen. Während ich hier schreibe sitze ich am Tisch auf der Holzterrasse und keine 30m vor mir branden sanft die türkisen Wellen an den Strand. In ein paar Tagen wird auch noch Bungalow am Hang frei von dem man die gesamte Bucht überblicken kann.Ja, hier halt ich es definitiv 3 Monate aus.
| Roller-touren sind ein Muss für jeden der Pulau Weh besucht. |
| Pflicht-Station 1: Wasserfall im Jungle |
| Pflicht-Station 2: Strand bei Sumur Tiga |
| Sumur Tiga |
| Auf der Fahrt ergeben sich immer wieder solche Aussichten |
| Überfahrt zum Monster-Tauchshop |
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| Mein aktuelles Bett im. Ich muss noch warten bis "mein" Bungalow frei wird. |
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| Monster-Kätzchen |
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Standort:
Weh, Indonesien
Montag, 19. Januar 2015
Wind kommt auf!
Auf ein Neues.
Und wieder einmal heißt es für längere Zeit "Good bye Germany". Nun bereits das dritten mal. Und auch diesmal kann ich es nicht erwarten. Eine andere Kultur, fremde Menschen, andere Gerüche und ein völlig anderer Lebensstil. Die Emotionen spielen verrückt. Das berauschende Gefühl, dass es voran geht, das Herzklopfen vor dem Ungewissen, die Endgültigkeit und natürlich eine gute Portion Angst. Die Angst davor ob mit den Flügen alles glatt läuft, die Angst davor ob man am Ankunftsort auch eine Bleibe findet, davor ob man sich gleich in den ersten Tagen den Magen verdirbt und erst einmal zwischen Bett und Bad hin un her reist Die Angst davor ob man wieder heil zurückkommt, ob man vielleicht die falsche Entscheidung getroffen hat, man vielleicht irgendetwas im Papierkram übersehen hat, und und und. Die Angst, sie steht hinter all diesen Gefühlen. Ohne Frage. Sie zeigt einem oft, dass man es wagt etwas Neues zu tun. Wenn man nie Angst hat, macht man wahrscheinlich immer nur das, was man schon kennt. Sie ist wie ein Indikator der einem sagt: "Achtung! das könnte dich weiter bringen." oder "HEY, du lebst ja noch"Immer wieder, seit ich das erste mal vereist bin, haben mir Leute gestanden "Ich könnte das nicht", "Ich bin nicht der Typ dazu", "Ich hätte da viel zu viel Angst davor". Ich hab sie auch und nicht zu knapp. Ich hatte nur, im Nachhinein, das Glück mich selbst ausgetrickst zu haben. Noch während dem Studium bin ich über das wundervolle Buch Abenteuer INDONESIEN
Sechs Monate bevor ich los wollte ging ich in ein Reisebüro (!) und erkundigte mich nach Flügen und buchte kurz darauf. An diesen Moment erinnere ich mich noch ganz genau.
Es war als hätte meine Angst nur gerade zu darauf gewartet sich in meinen Körper breit zu machen. Als ich den Buchungsbeleg vor mir auf dem Schreibtisch liegen sah, sank ich tief auf meinem Stuhl zusammen. Meine Augen weiteten sich, ich fing an zu schwitzen, mein Atem wurde schneller und ich dachte nur: "Scheiße, ich mach des ja wirklich?!" Das entging auch der netten Dame vom Reisebüro nicht, die mich angrinste und meinte "Ja, jetzt gibt´s kein zurück mehr.", was ich für wenig hilfreich empfand.
Die nächsten Monate legte es sich die Aufregung zwar wieder aber je näher der Abflugtag kam, desto größer wurde meine Unruhe. Die letzte Woche Zuhause hatte ich die Hosen mal so richtig voll und hätte ich nicht schon knapp 1000€ (viel zu viel!!) in Ausrüstung investiert, hätte ich die ganze Sache wahrscheinlich abgeblasen. Ich war gezwungen meine Angst zu überwinden. Jetzt im Nachhinein hatten nur wenige Meilensteine in meinem Leben einen so großen Einfluss auf meine Entwicklung wie dieser.
Die Krux ist aber, dass die Angst deswegen nicht weg ist. Auch Heute noch habe ich die Hosen voll wenn ich aufbreche. Allerdings nur halb. Denn ich weis jetzt, egal was auf mich zu kommt, irgendwie kann ich es bewältigen. Außerdem ist das was da wartet zu 99% MEGA GEIL und wenn nicht dann hat man am Ende meistens eine weitere Geschichte zum erzählen.
Aktuell
Wenn dieser Post erscheint sitze ich gerade im Flieger nach Indonesien und zieh mir einen Film nach dem anderen rein.![]() |
| Kleine Vorauswahl. Aber einiges muss noch aussortiert werden. |
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| Pulau Weh ist einer der schönsten Orte die ich bis jetzt besuchen durfte. Ich freu mich drauf!! |
Sonntag, 2. November 2014
Entspanntes Inselleben
Ich sitze hier am Boden auf einer Matratze im "Hostel-Kino", und hab mich gerade entschlossen einen kurzen Post zu verfassen, während draußen ein weiterer Regenschauer gemächlich über uns hinweg zieht. Laut prasseln die Tropfen auf die Blätter der Palmen vor dem Fenster und aus der Stereoanlage kommt leise Jack Johnsons´ "sitting, waiting, wishing". Viel gemütlicher könnt ich´s mir gerade nicht vorstellen.
| Neuer Zaun für den Garten |
| Beachvolleyball |
| Jeden Sonntag ist Jam-Session angesagt. |
| Stammplatz |
| Streetart in Holbox |
| Gesichtsbemalung für Dia de los Muertos |
| Der Tag der Toten, einer der wichtigsten Mexikanischen Feiertage. |
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