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Donnerstag, 9. April 2015

Der nächste Meilenstein


Da ich nächste Woche bereits meine Heimreise antrete, wird dieser Post vorerst der letzte für einige Zeit sein. In den nächsten Tagen werde ich die übrigen praktischen Prüfungen ablegen und damit den Meilenstein Divemaster-Training hinter mir lassen. Der Weg des Lernens ist damit aber noch lange nicht zu Ende.
Pulau Weh ist nicht nur eine wunderschöne Insel sondern aufgrund der Strömungen und anspruchsvollen Tauchspots optimal dazu geeignet seine Fähigkeiten unter Wasser aus zu bauen. Es war nicht immer einfach aber ich konnte wertvolle Erfahrungen sammeln und habe zudem eine neue Einblicke in mein "neues" Leben bekommen. Eins ist nach wie vor klar, ich bereue keine Sekunde den Schritt gewagt zu haben und bin hungrig auf mehr. Ich kann es jetzt schon nicht mehr erwarten wieder ins scheinbare endlose Blau des Ozeans ab zu tauchen und anderen Menschen die Unterwasserwelt zu zeigen.

Wie es jetzt genau weiter geht ist noch nicht zu 100% klar aber der Plan für den Rest des Jahres nimmt langsam Gestalt an. So lange man sein Ziel vor Augen hat ergibt sich der genaue Weg von selbst. In jedem Fall liegt die Priorität darauf noch mehr Erfahrung unter Wasser zu sammeln und am Ende des Jahres den Tauchlehrer in der Tasche zu haben.
Es bleibt spannend!

Die Ausblicke des Altags werd ich schmerzlich vermissen.

Die ersten Einblicke in mein zukünftiges Arbeitsleben. 

Pulau Weh bietet wirklich alles was das Taucherherz begehrt.

See you under water...




"You must first be who you really are, then, do what you need to do, in order to have what you want" - Margaret Young
("Du musst erst sein wer du wirklich bist, dann tun was du tun musst um zu bekommen was du wirklich willst")



Donnerstag, 26. März 2015

Zurück auf Pulau Weh


Nachdem ich mein Visum bereits einmal verlängert hatte musste ich nun das Land verlassen und wieder einreisen. Dazu bin ich, wie schon früher, für zwei Nächte nach Kuala Lumpur (KL) geflogen. Da die Batterie meines Tauchcomputers bereits nach 50 Tauchgängen keinen Saft mehr hatte, nutzte ich die Gelegenheit um sie wechseln lassen.. Allerdings befindet sich der einzige Laden der das macht außerhalb von KL in einem gigantischen Shoppingcenter. Um genau zu sein im viert größten der Welt, Urwald, Wasserfall und Tauchbecken inklusive.
Kuala Lumpur selbst ist immer wieder eine Reise wert. Ich glaube ich war nun schon 4 oder 5 mal dort und jedes mal bin ich auf´s neue erstaunt. Man hat das Gefühl die halbe Infrastruktur der Stadt befindet sich in der Luft und verläuft zwischen den dicht zusammengedrängten Hochhäusern.
Nach zwei Monaten auf Pulau Weh hat es gut getan mal einen Szenen wechseln zu haben aber zwei Tage Stadtleben haben dann auch gereicht.


Als ich aus KL wieder kam hatte ich noch einen halben Tag Zeit um endlich mal ein paar Denkmäler der Tsunami Katastrophe zu besichtigen. Wenn man vor dem Industrieschiff steht und sich vorstellt das dieser Stahlkoloss mit nur einer Welle 5 km ins Landesinnere geschwemmt worden ist, läuft es einem kalt den Rücken runter.

Ein 2500t Denkmal

Nach einer verregneten Nacht in Banda Aceh habe ich dann den lang ersehnten Besuch aus der Heimat in Empfang genommen. Mario und Tobi werden sich in den nächsten beiden Wochen dem Charme von Pulau Weh aussetzen und ihm mit Sicherheit verfallen. Dem konnte sich bis jetzt noch keiner entziehen. Gerade sitzen die Beiden neben mir und schreiben ihre Prüfung zum OpenWater Tauchkurs. Da wir im Tauchshop im Moment viel zu tun haben und ich mich natürlich um meinen Besuch auch kümmern werde, wird in den nächsten beiden Wochen wohl kein neuer Post erscheinen.

Der Ausblick jeden Morgen wird einfach nicht langweilig.
Wenn es im Tauchshop zu laut zum lernen ist bin ich immer doppelt froh
um meinen Bungalow
Welcome to the MONSTER-FAMILY!!!!

Donnerstag, 12. März 2015

Stress im Tauchshop



Die letzte Woche hat unseren (noch) kleinen Tauchshop ganz schön strapaziert. Für drei Tage hatten wir eine junge Gruppe von 15 Tauchern aus Kuala Lumpur und Singapur zu Gast. Es war zwar richtig anstrengend aber der Spaß dabei hat jede Anstrengung doppelt wieder ausgeglichen.
Wir fingen täglich um 7:30 Uhr an und waren bis ca. 21:00 Uhr am am schleppen und vorbereiten für den nächsten Tag. Wir machten drei bis vier Tauchgänge täglich wobei für jeden 15 Sauerstofftanks für die Kunden und nochmal 7 für uns benötigt wurden. Diese müssen Morgens vom Tauchshop in das kleine Boot, vom kleinen Boot ins Große und Abends wieder zurück zum auffüllen. Tagsüber die Tauchgänge, zwischendrin die Tanks austauschen und sich um die Gäste kümmern. Geschlafen hab ich zumindest gut.
Der erste Tag war zwar noch bisschen chaotisch aber an den beiden anderen Tagen waren wir bereits ein eingespieltes Team. Das Wetter hat auch mitgespielt und die Tauchgänge waren Pulau Weh typisch herausdordernd aber es hat alles gut geklappt. Bei einem Tauchgang hat uns die Strömung zwar ganz schön in die Mangel genommen aber auch das wurde gemeistert.
Nachdem die Gruppe abgereist war haben wir uns erst einmal einen Tag Pause zur Erholung gegönnt um unsere Blessuren zu versorgen. Hauptsächlich eingequetschte Finger und Zehen. Jetzt geht es wieder ein entspannter weiter und ich werde mich jetzt langsam an meine praktischen und theoretischen Prüfungen machen.









Mittwoch, 4. März 2015

Meetingpoint Underwater

Treffpunkt unter Wasser.
Und schon wieder eine Woche vorbei. Unglaublich. Nach wie vor verbringe ich fast mehr Zeit unter wie über Wasser und lerne täglich dazu. Mittlerweile hab ich auch schon meine ersten eigenen Führungen Unterwasser geleitet  Da es ansonsten nicht viel Neues zu berichten gibt hab ich diesmal mehr Bilder in den Post gepackt.

Die letzten Tage hatten wir Sichtweiten zwischen 40 m - 50m.

Neugierige Muränen gibt es hier an jeder Ecke. Wenn man ein bisschen Geduld mitbringt,
kommen sie langsam aus ihren Löchern und berühren manchmal sogar die ausgestreckte Hand.


Das erste mal als Guide unterwegs. 

Auch der Käpten darf sich ab und zu mal eine Abkühlung gönnen.

Unsere italienische Designerin hat ein "Monster-Risiko" entworfen. Seit dem
gibt es jeden Abend Krieg im Tauchshop.

Der Boden ist neu gestrichen, der Motor läuft wieder Problemlos
und Hauskatze "Gatito" genießt die Aufmerksamkeit von allen Seiten.



Als der Bootsmotor repariet werden musste hatten wie mal einen Tag Pause. Ich habe die
 Gelegenheit für eine Junglewanderung genutzt.
Es ist immer wieder schön immer wieder noch unberührte Natur zu finden.

Sonntag, 22. Februar 2015

Die Zeit rennt

Die Szene fand ich zufällig auf dem Weg in die Hafenstadt.
Puh, jetzt ist schon mehr als eine Woche seit dem letzten Post vergangen. Die Tage fliegen gerade nur so vorbei. Mein Dive-Master-Training ist bereits in vollem Gange, was bedeutet, dass ich von morgens bis abends im Shop eingespannt bin. Es hat sich schon ein richtiger Alltag eingependelt. 
Der Tag beginnt bereits bei Sonnenaufgang. Einen Wecker brauche ich nicht, denn meine Fenster haben keine Gardienen, sodass ich wach werde sobald es hell wird. Mein Bett ist zwar lediglich eine Matratze am Boden, aber ich schlafe hier trotzdem so gut wie bis jetzt nur an wenigen Orten. Ich setze mich auf und blicke aus dem Fenster und das Erste, was ich sehe sind ein paar Wolken am blauen Himmel. Verschlagen krabble ich unter meinem Moskitonetz hervor und lege mich erst mal in die Hängematte auf der Veranda. Es dauert nicht lange bis die beiden Welpen winselnd neben mir am Boden sitzen. Ich hebe sie zu mir in die Hängematte und zusammen dösen wir noch ein paar Minuten bevor ich mich fertig machen muss. 
Mein Weg an den Strand beschert mir täglich eine Aussicht auf "unsere" Bucht. Ruhig liegen die wenigen Boote der beiden Tauchschulen vor Anker und schaukeln sanft im Rhythmus der Wellen. Ein Sandstreifen, gerade breit genug für einen PKW, trennt die kleinen Läden und Bungalows vom türkis-blauen Wasser. Dahinter geht der Strand fast nahtlos in den Wald über. Die ganze Szene ist eingerahmt von den steilen, mit Urwald überzogenen Hügeln der Inseln. Was soll man sagen, Pulau Weh ist einfach der Hammer. 

War dringend nötig.
Die Tauchschule öffnet um 9 Uhr, das heißt eine halbe Stunde vorher beginnen wir bereits die benötigte Ausrüstung für den Tag herzurichten. Je nach Bedingungen und Kunden machen wir bis zu drei Tauchgänge am Tag. Zwei am Morgen/ Mittag und einem am Nachmittag. Das bedeutet, dass man oft erst gegen 15 Uhr zum frühstücken kommt. Zwischendrin muss ich immer noch versuchen Zeit zu finden um die Theorie für meinen Kurs zu lernen. 




Es ist zwar stressig und am Abend brummt mir meistens der Schädel, aber trotzdem macht es unglaublich Spaß und ich lerne täglich dazu. Die letzte Zeit hat mir wirklich gezeigt, dass es genau das ist, was ich machen will. Es tut gut nach so vielen Opfern endlich eine Bestätigung für diesen doch gewagten Schritt zu bekommen. 
Ich habe das Gefühl endlich angekommen zu sein.




Kleiner Eindruck vom Tauchshop. Ich hoffe ich finde
bald noch ein bisschen mehr Zeit um darüber schreiben.


Leider kann ich meine Kamera nicht so oft mitnehmen.